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Ecuador ist eines der kleinsten Länder Südamerikas.
Die fast 13 Millionen Einwohner verteilen sich auf die drei Regionen des Festlandes, Costa (Küste), Sierra (Andenhochland) und Oriente (Gebiet im Amazonasbecken).
Quito, die Hauptstadt liegt 2.850m über dem Meeresspiegel. Die Altstadt, eines der besterhaltensten Beispiele kolonialer Baukunst, ist 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe der Menschheit erklärt worden.
Im modernen Stadtteil spielt sich das Leben wie in jeder westlichen Großstadt mit Problemen wie Lärm und Smog ab. Die arme Bevölkerung lebt in den sich schnell ausbreitenden, verschmutzten Vororten unter schlechten Lebensbedingungen.
WIRTSCHAFTLICHE UND SOZIALE SITUATION
Eine neue Erhebung zeigt, dass sich das Problem der Armut in Ecuador verschlimmern wird. Der letzte Bericht vom PNUD, dem Institut für Statistik in Ecuador, zeigt, dass 65% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze lebt. Diese Menschen können nicht einmal ihre Grundbedürfnisse, wie Gesundheit, Ausbildung, Nahrung, Unterkunft und Kleidung befriedigen. Aufgrund dieser Situation gibt es in vielen Teilen Ecuadors Kinderarbeit und Kinderprostitution. Während der letzten 4 Jahre hat Ecuador eine der schlimmsten Wirtschaftskrisen seiner Geschichte erfahren müssen.
Armut beeinflusst alle Altersgruppen, besonders aber Kinder und Jugendliche, was bewirkt, dass diese umso verletzlicher werden.
ARMUT
Menschen werden als arm bezeichnet, wenn sie unter die folgenden Kriterien fallen:
- Menschen, die in Häusern ohne Elektrizität leben
- Menschen ohne Wasserversorgung, die somit auf Fluss- oder Regenwasser angewiesen sind
- Menschen, die in Häusern ohne Abwassereinrichtungen leben
- Menschen, die sich Schlafräume mit 4 oder mehr Personen teilen müssen
- Familien, mit einem Analphabetenanteil von über 50 %
- Familien, in denen ein oder mehrere Kinder keine Schulausbildung erhalten
- Familien, in denen das letzte Baby nur durch Hilfe eines Freundes oder Verwandten, ohne qualifizierte medizinische Hilfe zur Welt gekommen ist.
GESUNDHEIT
Die letzte Erhebung des DNSPI (Nationales Gesundheitsinstitut für die einheimische Bevölkerung) besagt, dass in den ländlichen Gebieten 57% der Kinder zwischen 1 und 4 Jahren an Unterernährung leiden. 42% der interviewten Frauen haben mindestens ein Kind vorzeitig verloren.
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Aktualisiert 09/03/2010
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