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Ein wenig mehr als 200 Kilometer von Quito entfernt, ungefähr in der Mitte Ecuadors, befindet sich die indigene Gemeinschaft von Esperanza.
Nach der Anreise über steile, unbefestigte Straßen, vorbei an bunt bepflanzten Feldern und an Kindern, die das Auto umringen und neben uns herlaufen um uns willkommen zu heißen, ist die Ankunft eine Überraschung. Man hat das Gefühl, eine Zeitreise in die Vergangenheit gemacht zu haben. Die Kinder, zuerst noch eingeschüchtert von den "Gringos”, die gerade eben angekommen sind, schauen uns neugierig an und laufen dann lachend davon. Die Männer und Frauen dagegen kommen, um uns die Hand zu schütteln und uns mit dieser Geste in ihrer Gemeinschaft willkommen zu heißen.
Esperanza befindet sich ca. 3.600 m über dem Meeresspiegel. Es ist unglaublich aber selbst auf dem höchsten Gipfel des Berges, auf ca. 4.000 m, sieht man noch bewirtschaftete Felder und Frauen, die unermüdlich dort arbeiten.
Man darf sich vom Schein nicht trügen lassen, denn die Höhe macht sich bemerkbar und das Klima ist ziemlich streng. Während des Tages, wenn die Sonne scheint, ist die Luft nicht kalt und man kann sogar ein T-Shirt tragen, aber vor allem in den Monaten von Juli bis September sinkt die Temperatur beachtlich, kaum dass die Sonne untergegangen ist.
Die Arbeit in einer indigenen Gemeinschaft ist einzigartig, unbestreitbar, aber um dort zu leben muss man gut vorbereitet sein. Man sollte warme und windfeste Kleidung, mehrere Unterhemden und T-Shirts, ein Paar Fleece-Pullis, Wollpullover, dicke Winterstrümpfe und Bergschuhe mitbringen. Die Arbeit tagsüber kann hart sein, deshalb ist es wichtig, während der Nacht lange und gut zu schlafen: ein warmer Schlafsack ist deshalb unentbehrlich.
In Esperanza gibt es elektrisches Licht und fließendes Wasser, mit dem man sich abends vor dem Schlafengehen, auch wenn es kalt ist, waschen kann. Wirklich angenehm sind Feuchttücher, mit denen man sich von dem Staub, der in Esperanza allgegenwärtig zu sein scheint, befreien kann. Diese kann man vor der Abreise nach Esperanza in der Stadt kaufen. An Supermärkten mangelt es dort nicht, und bevor man für eine Woche nach Esperanza aufbricht, sollte man dort alles Nötige besorgen. Die Bewohner von Esperanza sind sehr gastfreundlich, oft kochen sie für die Gruppe Gemüsesuppe, Hühnchen, Reis, Brot, Kuchen oder das berühmte "Cuy” – bei uns besser unter dem Namen "Meerschweinchen” bekannt – das uns europäische Freiwillige, die nicht an diese Sorte Fleisch gewöhnt sind, ein bisschen schaudern lässt.
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Aktualisiert 25/01/2012
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